Das Phänomen Rassismus reicht lange in die Geschichte zurück und ist immer noch heutige (All-tags-) Realität. Ein Blick in die mediale Berichtserstattung zeigt deutlich auf, dass die Ideologie der Ungleichwertigkeit und ihre Auswirkungen immer noch präsent sind in unserer Gesellschaft. Laut den aktuellen Erkenntnissen des Sachverständigenrates deutscher Stiftungen für Integrati-on und Migration (2018) erfahren Menschen mit Migrationshintergrund weiterhin herkunftsbeding-te Diskriminierung und fühlen sich aufgrund von äußerlichen (Körper-) Merkmalen, wie beispiels-weise Hautfarbe oder das Tragen von Kopftüchern, häufiger herabgesetzt (vgl. SVR 2018: 4).
Im Mittelpunkt des rassistischen Denkens und Handelns steht die Konstruktion des herabset-zenden Anderen in Abgrenzung zur eigenen Gruppe. Die Abwertung von bestimmter Gruppen oder ihrer Mitglieder wird als quasi vorgegeben, also als biologisch definierte Zuschreibung, er-achtet. Demzufolge impliziert Rassismus, als spezielle Form der Diskriminierung, eine Hierarchisie-rung von Personengruppen aufgrund von ethnischer Herkunft, bestimmten körperliche Merkmale, wie zum Beispiel Hautfarbe oder Aussehen, oder religiöse Zugehörigkeit. Auf dieser (willkürlichen) Grundlage wird Unterwerfung, Ausbeutung, Unterdrückung sowie Diffamierung von Menschen gerechtfertigt, obwohl es den Grund- und Menschenrechten entscheidend widerspricht. Die Fol-gen sind hierbei gravierend: Auf der gesellschaftlichen Ebene kann sich wachsendes Ungleichge-rechtigkeitsempfinden entwickelt, welches das gemeinschaftliche Zusammenleben maßgeblich (negativ) beeinflussen kann; auf der individuellen Ebene können bei den Betroffenen psychischen und physische Probleme auftreten.
Demgemäß ist ein Einsatz für kulturelle Diversität und chancengleiche Teilhabe innerhalb der Ge-sellschaft unabhängig von der ethnischen Herkunft oder Hautfarbe unabdingbar. Eine Möglichkeit gegen diese rassistische Diskriminierung präventiv vorzugehen oder abzumildern stellt das ge-meinsame Sporttreiben dar. Das in Kontakttreten von Menschen mit unterschiedlichen Hinter-gründen während der sportlichen Aktivitäten schafft nicht nur gegenseitige Toleranz, sondern leistet einen Beitrag zur gesellschaftlichen Integration. Insbesondere beim Sport spielt eine mög-liche Sprachbarriere keine Rolle; vielmehr tritt der persönliche Einsatz im gemeinsamen Sporttrei-ben in den Vordergrund. Vor diesem Hintergrund stellt die geplante Veranstaltungsreihe einen wichtigen Impuls als Zeichen gegen Rassismus dar.

Die Zielgruppe dieser Veranstaltungsreihe sind Menschen mit und ohne Migrationshintergrund